Beliebige Ordner mit OneDrive synchronisieren

OneDrive ist unter Windows ein beliebter Dienst um Dateien online zu sichern. Schwierig wird es nur wenn man beliebige Ordner mit OneDrive synchronisieren möchte, welche sich auf anderen Laufwerken befinden.

Beliebige Ordner mit OneDrive synchronisieren

Grundsätzlich ist es nur möglich innerhalb der vorgegebenen OneDrive – Struktur die Dienste zu nutzen. Dateien und Ordner müssen also immer von anderen Orten wie externen Festplatten, Partitionen und USB-Sticks zur Synchronisation mit OneDrive in den OneDrive-Ordner verschoben werden.

Mit einem kleinen Trick lassen sich aber von jedem Laufwerk und jeder Partition beliebige Ordner mit OneDrive synchronisieren.

Lösung: Symbolische Verknüpfungen!

Es handelt sich um Verknüpfungen (Links) zu Dateien und Ordnern welche an anderen Speicherorten wie z.B. einem anderen Laufwerk gespeichert wurden. Somit gaukelt man OneDrive vor, die Daten befinden sich innerhalb der vorgegebenen Struktur obwohl diese woanders sind.

Vorbereitung

Zuerst müssen die absoluten (tatsächlichen) Pfade zum Ordner und zu OneDrive im Windows Explorer ausfindig gemacht werden. Dazu öffnet man den Windows Explorer!

Explorer Taskleiste

Danach öffnet man den zu synchronisierenden Ordner (Doppelklick) und klickt anschließend auf das gelbe Ordner-Symbol ganz oben in der Adressleiste des Windows – Explorers!

Explorer Adressleiste

Nun erhält man den absoluten Pfad zum Ordner, in meinem Fall den Pfad zum Ordner Natur.

Explorer Adressleiste

Der absolute Pfad sollte sofort mit der Tastenkombination STRG + C kopiert und in einer Textdatei mit STRG + V zwischengespeichert werden.

Nun derselbe Vorgang mit dem Ordner OneDrive – der Ordner OneDrive befindet sich in der Regel auf dem Laufwerk C: unter Benutzer, [Benutzername], OneDrive. Der Ort kann jedoch abweichen wenn bei der Installation ein anderer ausgewählt wurde.

Explorer Adressleiste

Klickt man nun oben auf die blaue Wolke, erhält man wieder den absoluten Pfad welchen man mit STRG + C erneut kopieren und im noch geöffneten Texteditor mit STRG + V einfügen sollte.

Explorer Adressleiste

Perfekt! Nun kennen wir die absoluten Pfade zum Ordner und zu OneDrive selbst.

Beliebige Ordner auf OneDrive synchronisieren – Umsetzung mit dem Befehl „mklink“

Abschließend öffnet man die Eingabeaufforderung und verwendet den Befehl mklink folgendermaßen:

Zuerst kopiert man den absoluten Pfad zu OneDrive aus dem Texteditor und öffnet anschließend die Eingabeaufforderung indem man das Startmenü öffnet, „CMD“ eintippt und danach mit der rechten Maustaste (!) auf Eingabeaufforderung sowie mit der linken Taste auf „Als Administrator ausführen“ klickt!

Jetzt muss folgender Befehl eingetippt und mit der [ENTER]-Taste bestätigt werden – in meinem Beispiel sieht der Befehl so aus:

mklink Befehl

Erklärung:

SyntaxFunktion
mklinkBefehl startet
/Dsymbolische Verknüpfung erstellen
„C:\Users\htpc\OneDrive\Natur“Ordner OneDrive
„C:\Users\Computerkurs\Pictures\NaturOrdner der synchronisiert wird

In meinem Beispiel befinden sich sowohl der Ordner OneDrive als auch der Ordner der synchronisiert werden soll zufällig auf dem selben Laufwerk, durch die Verwendung von mklink spielt das aber keine Rolle.

Nun können beliebige Ordner mit OneDrive synchronisiert werden.

Mehr zu symbolischen Links findet ihr bei Wikipedia!

Standardbild
Gerald Leitner

Mein Name ist Gerald Leitner und schon als Kind hatte ich das Bedürfnis, meinen Nachbarn in meiner Heimat Bad Mitterndorf bei ihren PC-Problemen zu helfen. Diese frühe Leidenschaft für Technologie begleitete mich durch meine Ausbildung und darüber hinaus.

Ich absolvierte meine Ausbildung als IT-Fachmann an der Handelsschule für Informationstechnologie in Bad Aussee und vertiefte mein Wissen durch autodidaktisches Lernen. Nach drei weiteren Jahren maturierte ich in Graz und entschied mich rasch, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen.

In dieser Zeit erwarb ich auch die „Internet and Computing Core“- sowie die „Office Specialist Certification“ von Microsoft. Von 2008 bis 2024 unterrichtete ich als IT-Trainer Kursgruppen unterschiedlichster Altersgruppen für das Unternehmen Institut 2F.

Während dieser Zeit konnte ich viele Anfängerkurse sowie Fortgeschrittenen-Kurse im Bereich Microsoft Office (Word, Excel, Outlook und PowerPoint) erfolgreich durchführen.

Zudem habe ich Webdesign-Schulungen mit WordPress für Firmen abgehalten und Multimedia-Schulungen zum Thema Bildbearbeitung mit Photoshop Elements und Videoschnitt mit Adobe Premiere Elements durchgeführt. Ich konnte in all diesen Bereichen meine Expertise weiter ausbauen und viele Teilnehmer auf ihrem Weg zu mehr IT-Kompetenz begleiten.

Neben meiner beruflichen Tätigkeit beschäftige ich mich auch privat, sofern es die Zeit erlaubt, intensiv mit meiner Leidenschaft für IT. Laufende Schulungen und autodidaktische Weiterbildung sind für mich unerlässlich, da der Bereich, in dem ich tätig bin, stetigen Änderungen unterliegt.

So habe ich in den letzten Jahren mein Wissen insbesondere in den Bereichen Netzwerktechnik, Webdesign mit WordPress und Microsoft 365 weiter ausgebaut, um meine Kunden auch in diesen Bereichen kompetent beraten zu können.

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17 Kommentare

  1. C:\Windows\system32>mklink /D „C:\Users\User\iCloudDrive\Studium“ C:\Users\User\Documents\SS20″
    Eine Datei kann nicht erstellt werden, wenn sie bereits vorhanden ist.

    Hallo Herr Leitner,

    bei mir zeigt es folgenden Fehler an, haben Sie vllt eine Idee an was es liegen könnte?

    Viele Grüße,
    Felix Rieger

    • Hallo Herr Rieger! Es funktioniert nicht, weil der Ordner für die symbolische Verknüpfung im iCloudDrive (Studium) bereits existiert! Mit der Syntax C:\Windows\system32>mklink /D „C:\Users\User\iCloudDrive\Studium“ C:\Users\User\Documents\SS20″ funktioniert es nur, wenn es den Ordner Studium im iCloudDrive noch nicht gibt! Eine Besonderheit bei den symbolischen Verknüpfungen ist die Tatsache, dass NICHT der Quellordner selbst verknüpft wird, sondern nur der Inhalt von diesem! Das heißt, der Inhalt aus dem Unterordner SS20 unter Documents wird im Befehl angegebenen Ordner im iCloudDrive (Studium) angezeigt und synchronisiert! Den Ordner Studium darf es aber bei der Ausführung des Befehls im iCloudDrive noch nicht geben – das löst in diesem Fall auch den Fehler aus! Eigentlich müsste es heißen: „Ein Ordner kann nicht erstellt werden, wenn dieser bereits vorhanden ist!“ Wenn man also den Unterordner SS20 vom Ordner Documents als symbolische Verknüpfung im iCloudDrive im Ordner Studium zur Synchronisation anlegen möchte, kontrolliert man vorher ob es diesen Ordner im iCloudDrive (SS20) bereits gibt! Wenn NEIN, dann könnte man mit dem Befehl C:\Windows\system32>mklink /D „C:\Users\User\iCloudDrive\Studium\SS20“ „C:\Users\User\Documents\SS20″ die symbolische Verknüpfung erstellen und alle Inhalte würden ab sofort synchronisiert werden! Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen!

  2. Das ganze ist aber mit etwas Vorsicht zu geniessen. Ich nutze Onedrive zum Datenabgleich zwischen einem Rechner im Homeoffice und im Büro. Auf dem jeweils anderen Rechner wird dieser Ordner komplett in den eigentlichen Onedrive Ordner gesynct, man muss also aufpassen, das die Gesamtgröße nicht die Kapazität der Festplatte des 2. Rechners übersteigt, auf der der Onedrive Ordner liegt. Man sollte vielleicht für den symbolischen Ordner auf dem anderen Rechner einstellen, das dieser nur Online gehalten wird. Ansonsten eine Super Sache das ganze…

  3. Ah jetzt ja, genau das hab Ich gesucht. Mal sehen obs klappt 160GB Fotos von der Drittplatte zu „onedriven“ … wozu bezahlt man den Kram denn sonst!? 😀

  4. Moin Herr Leitner,
    zuerst hatte ich mehrmals den Syntaxfehler und bin nicht auf den Fehler gekommen – jetzt habe ich es aber gelöst bekommen. Danke, funktioniert super!

  5. Grüezi Herr Leitner
    Habe gerade meinem neuen Windows Computer eingerichtet und dank Ihrer Super Anleitung endlich die OneDrive
    Synchronisation geschafft. Ich wollte die Bilder- und Grafikdateien sowie die Musiksammlung infolge Platzmangels nicht auf dem Laufwerk C: speichern. Die bleiben jetzt auf D:
    Dankbare Grüsse aus Basel
    Ernst Zedi

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